Kunst

Man kann die Kunsträume von hier aus nicht alle sehen, der große Zeichensaal befindet sich aber auf der Sonnenseite oben links im Bild.

 Wir, die KollegInnen der Fachschaft Kunst, möchten junge Menschen anregen sich mit Freude am Experiment und an planvollem Gestalten ästhetisch zu entfalten. Vor dem Hintergrund einer sich rasant verändernden Lebenswelt erscheint es uns wichtiger denn je, dass Kinder und Jugendliche lernen, ihr Bild von der Welt zu begreifen und aus  kritischer Distanz zu reflektieren, so dass sie neue Ideen sammeln, ordnen und mit geeigneten Mitteln in Bezug auf Vergangenes und Zukünftiges angemessen realisieren lernen. Aus einer ganzheitlichen Sicht auf den Menschen möchten wir durch Kunst gemeinsam mit den Beteiligten das entdecken, was jedes Kind in sich birgt, um es sichtbar zu machen, zu bewegen und weiterzugeben und dazu alle seine Sinne anregen – die äußeren Sinneswahrnehmungen wie das Entdecken innerer Sinngebungen. Das Fach Kunst bildet das Gefühl für die Wahrnehmung personaler Außenwelten wie das Sich-Hinein-Versetzen in personale Innenwelten und ist daher für die Verwirklichung der Person in gemeinschaftsfördernder Verantwortung unverzichtbar.

Die Fachkonferenz Kunst am Gymnasium Waldstraße, d. h. die FachlehrerInnen mit Schüler- und Elternvertretern, trägt die inhaltliche Verantwortung über die schulinterne Qualitätssicherung und -entwicklung, insbesondere die Entscheidung über Grundsätze zur fachmethodischen und fachdidaktischen Arbeit und über Grundsätze zur Leistungsbewertung (s. u.). Die Fachkonferenz hat einen schulinternen Fachlehrplan  entwickelt und beschlossen, der die Vergleichbarkeit und die Kontinuität des fachlichen Unterrichts in den Jahrgangsstufen 5-12 sicherstellt. Damit diese festgelegten Qualifikationen für alle Schülerinnen und Schüler vermittelt werden können, hat die Fachkonferenz sequentiell organisierte Lernprozesse (Unterrichtseinheiten, Halbjahres- und Jahresprogramme und insbesondere auch schuljahr- und fachübergreifende Pläne) in ein für alle obligatorisches „Hauscurriculum Kunst“ für alle Jahrgangsstufen zusammengestellt (s. „Hauscurriculum Kunst, Sek I“), welches regelmäßig überprüft wird.

Ergänzend zum Curriculum der Sek. I wurden auch für die Sek.II in Zusammenarbeit mit den KollegInnen des Gymnasiums im Schulzentrum Holthausen (Koop-Partner unserer Schule) ein fachspezifisches Kursangebot angelegt (s. „Hauscurriculum Kunst, Sek II“), das allerdings den sich wandelnden Anforderungen zum Zentralabitur unterworfen ist und regelmäßig angepasst werden muss, um über die Fachkonferenzen beider Schulen ein Verständigungs- und Bezugssystem darzustellen bei der gemeinsamen Planung und Abstimmung des Kursangebots, bei der Klärung von Prinzipien, Verfahren und Inhalten eines wissenschaftspropädeutischen Unterrichts und bei der auch interdisziplinär angelegten weiteren Curriculumentwicklung.

Die allgemeinen Lernziele basieren in beiden Stufen auf den Vorgaben des Schulgesetzes und der Kernlehrpläne für das Fach Kunst am Gymnasium.

Link zu den Abiturvorgaben Kunst NRW:

https://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/cms/zentralabitur-gost/faecher/fach.php?fach=18

Link zum Kernlehrplan Kunst Sek I:

https://www.schulentwicklung.nrw.de/lehrplaene/upload/lehrplaene_download/gymnasium_g8/G8_Kunst_Endfassung.pdf

Link zum Kernlehrplan Kunst Sek II:

https://www.schulentwicklung.nrw.de/lehrplaene/upload/klp_SII/ku/KLP_GOSt_Kunst_Endfassung.pdf

Die nachfolgende Aufstellung bietet eine Übersicht zu den vertiefenden Informationen zur Arbeit im Fach Kunst am Gymnasium Waldstraße:

Die Vermittlung von Bildkompetenz als Aufgabe des Faches Kunst

  1. Rahmenbedingungen der Arbeit im Fach Kunst

Fachlehrer – Fachräume – Lehr- und Lernmittel ab Jahrgangsstufe 5

  1. Entscheidungen zum Unterricht am Gymnasium Waldstraße

2.1 Unterrichtsvorhaben - Übersichtsraster Unterrichtsvorhaben (work in progress)

Grobübersicht: Unterrichtsinhalte der Sek I im Fach Kunst 

 2.1.1   Konkretisierung der Unterrichtsvorhaben: Hauscurriculum SI

 2.1.2   Konkretisierung der Unterrichtsvorhaben: Hauscurriculum SII

 2.1.3   Aktivitäten im Fach Kunst

2.2 Grundsätze der fachmethodischen und fachdidaktischen Arbeit

2.3 Grundsätze der Leistungsbewertung und Leistungsrückmeldung

3. Fach- und unterrichtsübergreifendes Arbeiten

Die Vermittlung von Bildkompetenz als Aufgabe des Faches Kunst

Sehen lernen

Das Fach Kunst beschäftigt sich vorrangig mit der Herstellung und dem Verstehen, d. h. mit der Wirkung von Bildern. Bilder (im weitesten Sinne) umgeben uns permanent und wir können uns ihrer Kraft kaum entziehen – seien es die Bildwelten im Alltag (nicht nur in den modernen Medien), in der Geschichte der Kunst oder in der Natur, oder seien es die Bilder und Ideen in unserem Kopf. Wollen wir deren Bedeutungen mit anderen teilen, müssen wir diese in ihren sinnlich wahrnehmbaren Materialien und Formen verstehen und verwenden, wobei deren Sinnhaftigkeit nicht immer auf den ersten Blick gegeben ist, sondern erst entschlüsselt und erarbeitet werden muss.

Unsichtbares sichtbar machen

In der Vermittlung entsprechender Fähigkeiten besteht die Aufgabe des Faches Kunst. Dabei hilft uns ein bewährter Ansatz: Die Aufmerksamkeit auf die Fähigkeiten zu lenken, die jeder Mensch schon mitbringt, diese in Bildwerken sichtbar werden zu lassen und durch planvolles Anwenden eine reflektierte Haltung zu ermöglichen. Dabei werden     sowohl traditionelle Techniken als auch experimentelle und kombinatorische Verfahren,      d. h. grundlegende Denk-, Gestaltungs- und Handlungsformen, erlernt und eingeübt. 

Räume öffnen

Im Kunstunterricht begegnen sich zwei Haltungen, nämlich die Kunst als Ort der Betätigung von Freiräumen im Experiment und Kunst als Ort der Anwendung von Regelwissen. Nur wer Regeln kennt, kann die Regeln brechen um sich neue Freiräume zugänglich zu machen. Der Unterricht am Gymnasium Waldstraße bietet ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen didaktischen Orientierungshilfen und reichlich Freiräumen für die eigene künstlerische Entfaltung sowie zum Austausch von Ideen und Wahrnehmungen.  

1. Rahmenbedingungen der Arbeit im Fach Kunst

Das Fach Kunst wird am Gymnasium Waldstraße von zur Zeit vier KollegInnen (und ggf.   zusätzlich von Vertretungskräften und ReferendarInnen) in den Jahrgangsstufen 5-12 lehrplangemäß in vollem Umfang unterrichtet. In der Oberstufe gibt es in jedem Jahrgang mehrere Grundkurse und in der Qualifikationsphase einen Leistungskurs (Kooperations-Kurs mit dem Nachbargymnasium im Schulzentrum Holthausen) pro Jahrgangsstufe. Die Unterrichtseinheiten dauern jeweils 45 Minuten. Der Unterricht wird in der Sek I in Doppelstunden ohne Unterbrechung durch eine große Pause erteilt und in der Oberstufe ebenfalls überwiegend in Doppelstunden gehalten (im Grundkurs ist die dritte Stunde in der Regel im Zweiwochenryhthmus als Doppelstunde vorgesehen).

Dem Kunstunterricht stehen an unserer Schule zwei verdunkelbare Räume, der Zeichensaal A311 und der Fachraum A206 (jeweils mit Computer/Beamer und OHP) sowie der Werkraum NO zur Verfügung, daneben gibt es mehrere kleine Abstellräume für Schülerarbeiten und Materialien, zudem können das 'Sommerklassenzimmer' auf dem Schulhof, das 'alte' Fotolabor AO, nach Absprache ein Laptopwagen oder die Computerräume mit einer hinreichenden Anzahl an Computer-Arbeitsplätzen genutzt werden. Hier werden traditionelle künstlerische Arbeiten und Techniken z. B. in den Bereichen Malerei, Zeichnung, Plastik und Drucken (Linoldruck und Kaltnadelradierung) ebenso vermittelt und gelernt wie Arbeiten und Techniken in den Bereichen (künstlerisches) Werken / Modellbau sowie analoger und digitaler Fotografie. Darüber hinaus gibt es regelmäßig Arbeitsgemeinschaften und Projektarbeiten (auch außerhalb des Kunstunterrichts und ergänzend zu den Literatur- und Theaterangeboten an unserer Schule) zu Themen wie Schulhofgestaltung, Gestaltung im öffentlichen Raum, Holzbearbeitung, Bühnenbild und Kunstpräsentation. Der künstlerische Bereich hat am Gymnasium Waldstraße einen hohen Stellenwert und wird von der Schulleitung, den Eltern, den Schülerinnen und Schülern geschätzt und anerkannt, was nicht zuletzt auf der Qualität der im Schulgebäude ausgestellten Schülerarbeiten basiert. Der Fachschaft stehen dafür zwei Glas-Vitrinen und eine Anzahl von Wechselrahmen zur Verfügung. Die Ausstellungen wechseln häufig und es werden Kunstarbeiten aller Jahrgangsstufen ausgestellt. Zusätzlich werden Schülerarbeiten im Schülercafé und im jährlich erscheinenden Jahrbuch präsentiert. 

Lehr- und Lernmittel ab Jahrgangsstufe 5

Ausgewählte Lehrbücher verschiedener Verlage stehen für den Unterricht im Klassensatz zur Verfügung. Darüber hinaus sind insbes. für die Jahrgangsstufen der Sek. I   Arbeitsblätter verbindlich vorgesehen und vorbereitet, um allen Klassen vergleichbare Grundlagen für den Oberstufenunterricht in Hinsicht auf die Kompetenzerwartungen zu ermöglichen. 

Als technische Ausstattung stehen Zeichentische, Werkbänke, Druckpresse, Computer (der neben der gängigen Software auch ein einfaches Bildbearbeitungsprogramm enthält), Scanner,   Digitalkameras und Beamer zur Verfügung, außerdem Meisterwerke in Bild-Mappen (Klassensätze) sowie eine Sammlung an großformatigen Reproduktionen.

Als grundlegende Arbeitsmittel müssen die Schülerinnen und Schüler folgende Dinge für den Kunstunterricht zusätzlich zu ihrer normalen Schulausstattung vorhalten:

  • hochwertiger Deckfarbkasten mit 12 Farben (DIN 5023) und Deckweiß.

Der Farbkasten ist in gebrauchsfähigem Zustand zu halten.

  • Pinsel rund 2, 5 oder 6, 12 (Haarpinsel); flach 5 oder 6 und 12 (Borstenpinsel)
  • Bleistift (B2 oder B3, HB), Fineliner (schwarz)
  • Anspitzer, Radiergummi, Schere, Klebestift
  • Zeichenblock DIN A3 und DIN A4 (weißes Papier)
  • Sammelmappe DIN A3
  • Hefter DIN A4 (möglichst aus Pappe)
  • ggf. ein Geodreieck (groß), ab Stufe 7

 (bitte alle Materialien mit Namen beschriften lassen)

Über einen Etat können weitere Verbrauchsmaterialien beschafft werden. Etatwünsche müssen zu Beginn des Schuljahres angemeldet werden.

Bei umfangreicheren Arbeiten (Ton, Linoldruck o. ä.) müssen die Schüler sich mit einer geringfügigen Umlage beteiligen.

2. Entscheidungen zum Unterricht am Gymnasium Waldstraße

Die Entwicklung eines Schulcurriculums im Fach Kunst ist ein permanenter Prozess in Hinsicht auf die wechselnden verbindlichen Vorgaben für das Zentralabitur und im Sinne des oben beschriebenen Vorgehens (vgl. Unterrichtsvorhaben für die Sek. I und II). Das Schulcurriculum soll verdeutlichen, inwiefern häufig Vernetzungen zwischen den unterschiedlichen konkretisierten Kompetenzerwartungen bestehen und im Sinne eines Spiralcurriculums Kompetenzen vorbereitet, angelegt und gefestigt werden.

Zusätzlich soll erkennbar werden, dass durch die Auseinandersetzung mit den konkreten Kompetenzen sich der Fokus und die Ausrichtung eines Unterrichtsvorhabens im Laufe der Planung verschieben und konkreter gefasst werden kann.

Die spezifische Situation vor Ort mit den vielfältigen Erfahrungen in der fachlichen und überfachlichen Arbeit und die Möglichkeit der Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern deutet sich in Einzelbeispielen an.

2.1 Unterrichtsvorhaben

Die Fachkonferenz Kunst hat für den Kunstunterricht am Gymnasium Waldstraße ein hausinternes kompetenzorientiertes Fachcurriculum für die Sekundarstufen I und II ausgearbeitet, was nachfolgend den tabellarischen Auflistungen zu entnehmen ist.

Im Folgenden werden Unterrichtsbeispiele und Unterrichtssequenzen als tabellarische Auflistung der Unterrichtsvorhaben mit den verbindlichen Entscheidungen der Fachkonferenz vorgestellt bezogen auf die Inhalte und die übergeordneten Kompetenzen.

Aufgabe der Fachkonferenz ist es, Festlegungen bezogen auf Unterrichtsvorhaben und die anzusteuernden Kompetenzen und die vorhabenbezogenen Absprachen zu treffen. Dabei muss immer bedacht werden, dass diese Festlegungen sich in erster Linie auf die Kompetenzen beziehen müssen und dass gleiche Kompetenzen auch mit unterschiedlichen Inhalten erreicht werden können. Hier die Balance zwischen inhaltlicher Festlegung und einer schülerorientierten Freiheit zu finden, ist für die Fachkonferenz eine Herausforderung.

Hinweis: In diesem Teil des schulinternen Lehrplans des Gymnasiums Waldstraße wird die Umsetzung der verbindlichen Kompetenzerwartungen des Kernlehrplans dokumentiert. Die Darstellung der „konkretisierten Unterrichtsvorhaben“ erfolgt in Form von tabellarischen Übersichten, in denen die Unterrichtsvorhaben mit den verbindlichen Techniken und künstlerischen Verfahren den einzelnen Jahrgangsstufen und den jeweiligen Kompetenzerwartungen zugeordnet werden.

Die Fachkonferenz hat alle konkretisierten Kompetenzerwartungen einzelnen Unterrichtsvorhaben zugeordnet und die entsprechenden Inhaltsfelder und inhaltlichen Schwerpunkte angegeben. Die zentralen Kompetenzen des Unterrichtsvorhabens sind durch Fettschrift hervorgehoben; zu den aufgeführten Kompetenzen Verfahren/Techniken, Unterrichtsinhalte und –gegenstände angegeben, die sich auch aus den jeweils geltenden Abiturvorgaben ergeben; gemäß Schulgesetz Grundsätze abgesprochen, die den Kapiteln 2.2. bis 2.4 zu entnehmen sind.

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